Überrollkäfig nach DMSB / FIA

  • Hallo zusammen,


    das Forum scheint ja noch leer zu sein. Dann erlaube ich mir mal, ein wenig zu füllen. =)


    Ich bin gerade dabei meinen Toyota Starlet P8 umzubauen. Ich möchte bei den Autocross Events teilnehmen, aber noch nicht an einer Meisterschaft (Zeitmangel)... ist das überhaupt möglich? =D


    Ich lese mir immer wieder mal etwas über das technische Reglement des DMSB durch... jetzt bin ich beim Überrollkäfig gelandet.


    Kurze Zusammenfassung über die Fahrzeugsituation:

    Der Toyota Starlet P8 wird in der Klasse bis 1300ccm mitfahren, Division 2b Serientourenwagen. Also wenig Umbau, viel Sicherheit, kostengünstig Spaß haben. (Soweit der Plan.. XD)

    Dafür gibt es aber eine Menge Vorschriften, eine Hobby-Klasse bzw. Cups finde ich nicht wirklich, bzw. die Seite Buchse die mir immer empfohlen wird ist sehr unübersichtlich finde ich....=)


    Wir haben schon fast alles im Fahrzeug leergeräumt, der Rest folgt heute. So wie ich das verstanden habe, kann der Serientank einfach da bleiben wo er ist.

    Aber nun zum Überrollkäfig. Da ich einen Japaner fahre, sind die Teile hierfür im Bereich Motorsport in Europa sehr selten...


    Sprich: Wie kommt man am besten zu einem Überrollkäfig? Im Handbuch steht auch Eigenbau, aber ich bin keine Person der so etwas kann. (Basteln gerne, aber das ist Sicherheit).

    Vielleicht könnt ihr mir ja Tipps und Ideen geben.

    Ansonsten sind Überrollkäfige mit ca. 2000 Euro zu rechnen normal? Dann gibt es verschraubbare und verschweißbare. Verschraubbar wäre mir lieber, da - falls das Auto kaputt geht - ich einen zweiten Starlet in der Garage stehen habe...



    In diesem Sinne...

    Thanks for Help!

    Ich geh schon einmal weiter leer räumen... =)


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  • Moin, ja mit den Überrollbügeln ist das so ne Sache. Einerseits sind da die Kosten anderer Seits deine Sicherheit.

    Wo soll man da Abstriche machen... ne is Klar, natürlich solltest du dir da helfen lassen wenn du das nicht selber machen willst.

    Bei uns hier bauen die Leute Ihre Käfige selber, oder lassen Ihn bauen.

    Die Verschraubbaren sind natürlich schon besser da man die schnell in ein neues Auto umbauen kann.

    Ich empfehle dir um die Kosten gering zu halten, suche dir in deiner nähe eine Schlosserei oder ein anderen Rennclub die Ihre selber Bauen und versuche es da. Ein für 2000€ zu kaufen wäre zu viel für die Klasse. Aber einer zum Verschrauben wir auch nicht günstig! (großer Aufwand beim Bauen)


    VG

  • Jetzt stellt sich mir die Frage, was genau willst Du fahren? Willst Du wirklich in der deutschen Meisterschaft mitfahren oder in einen der regionalen Clubs? Deutsche Meisterschaft ist schon mal eine Ansage, denn da reden wir in der Regel bei den Fahrzeugen von sechsstelligen Beträgen und das sind Profis. Aber wenn Du, wovon ich ausgehe, in Deiner Nähe was fahren willst, dann wäre es wirklich ratsam, Dir auch einige Tipps von den örtlichen Teams zu holen. Hier ist es so, das man sich untereinander hilft und auch Anfängern in dem Bereich unter die Arme greift. Ein geschraubter Käfig ist natürlich einfacher wieder auszubauen, nur ist es die Frage, ob es sich wirklich rentiert!?

  • Hallo zusammen.


    die Firma TomBus bzw Herrn Büscher suche ich mir mal raus, auf die erste Suche hin @facebook findet man viele Personen und Firmen hierzu. =)


    Grundsatz Kosten vs. Sicherheit:

    Grundsätzlich gebe ich euch recht, Sicherheit geht vor, aber Abstriche kann man ja zu Beginn z.B. bei einem lackierten Käfig machen... dies ist ja erst einmal nicht nötig (auch wenn das wahrscheinlich nur ein Bruchteil vom Rahmen kostet.)


    Aber das große Problem beim Eigenbau Rahmen ist... wird dieser auch wirklich zugelassen, wenn man sich an die Vorgaben hält? Woher erhält man Lizenzen etc etc? Der Käfig ist irgendwo meine größte Sorge momentan... =)



    Aber um hier die Frage zu konkretisieren:

    Ich möchte mit meinem Fahrzeug bei regionalen Clubs bzw. Veranstaltungen mitfahren, mir geht es nicht um die Meisterschaft. Dafür sind wir Freunde als "Team" nicht profi genug. Rennpraxis haben wir in diversen Bereichen einiges gesammelt, aber das freie Fahrten / TrackDays etc. etc.


    Das Problem - welches sich bei meiner Recherche - stellte ist: Ich kann ein Auto z.B. nach DMSB / FIA aufbauen, habe dann eine grundsolide Basis, welche ich für verschiedene "Cups" nutzen kann (vorrausgesetzt ich finde fürs erste welche in der Nähe).

    Viele Cups sind nach strengen Vorgaben aufgebaut - was ich nicht verkehrt finde - aber Lizenzfreie Autocrossrennen sind z.B. fast alle im oberen Deutschland zu finden.... oder ich suche falsch.


    Warum ich den verschraubbaren Käfig bevorzuge? Naja, seien wir ehrlich: Ein Hobby-Fahrer wird sein Fahrzeug früher oder später nicht mehr fahrbereit haben... dann wäre es doch nur praktisch, die wichtigsten Teile in den neuen Wagen einzubauen (in diesem Fall gleiches Modell)? Ich meine ich habe etwas darüber gelesen, dass verschweiße Käfige nicht mehr ausgebaut und anderweitig verbaut werden dürfen... fragt mich bitte aber nicht wo, man liest soviel.... =)


    Das Problem in der Nähe von München und Umkreis ist, dass hier solche Aktivitäten sehr selten bis nahezu nicht vorhanden sind... sonst hätte ich schon mich mit einem örtlichen Team beraten. Bis jetzt habe ich nur eine Formel-Gruppe gefunden, welche sich damit nicht auseinandersetzen möchte. Alle weiteren Clubs sind +/- 200km entfernt... hilft wohl nichts, werden lange Fahrten... =D



    Mir ist bekannt, dass günstiger Einstieg in Motorsport nicht gleich "Kein Geld" bedeutet. Ich weiß, dass es ganz gut ins Geld gehen kann.



    Zusammenfassung der durchgeführten Tätigkeiten:

    -> Auto zu 90% in der Fahrgastzelle leergeräumt.

    -> Motor auf Serie zurückgebaut


    Was folgt:

    -> Batterietrennschalter

    -> Käfig

    -> Entglasung

    -> Technischer Check

    -> Beklebung



    Dennoch schon einmal vielen Dank für euren Support! Das ist nicht selbstverständlich, einem Anfänger einfach zu helfen.

  • Erst einmal danke für Deine ausführliche Antwort.


    Natürlich hat ein geschraubter Käfig den Vorteil, dass dieser in ein Auto gleicher Bauart umgebaut werden kann.

    Aber man sollte ich nicht davon ausgehen, dass das Auto nur eine Saison hält und alles dafür tun, dass dieses länger hält, was nicht immer einfach ist. Was passiert denn, wenn Du einen kapitalen Unfall auf der Strecke hast, sich vielleicht das Auto überschlägt, was keiner will und möchte, aber dan ist der Käfig in der Regel auch hinüber und Du hast einen vierstelligen Betrag in den Käfig investiert.


    Es macht m. E. Sinn, sich einen Käfig nach dem Reglement bauen zu lassen, was um Längen günstiger ist.


    Natürlich ist es kein kostengünstiges Hobby, aber man sollte die Kosten auch nicht explodieren lassen.


    Wenn wir über Sicherheit reden, dann sollte man auch an die Sicherheit direkt am Körper denken! Ich habe mir letztes Jahr eine 3-Lagigen feuerfesten Anzug von Sparco und feuerfeste Unterwäsche von Beltenik gekauft, denn wie schnell kann ein Feuer ausbrechen und dann ist man ungeschützt. Auch an diese Kosten sollte man denken, da kommt eins zum anderen!


    Wir sind auch nur alles Hobbyfahrer und machen das aus Spaß an der Freude. Wir sind auch keine Pokaljäger, denn bei uns steht der Spaß im Vordergrund.


    Warum ist der Motor auch Serie zurückgebaut, was war denn verändert, bzw. modifiziert.

  • Danke für deine schnelle Rückmeldung, viel schneller als ich, haha =)


    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass man auf sein Auto aufpassen sollte. Ich möchte meinen Starlet auch langfristig aufbauen... aber man informiert sich... und ich habe gesehen, dass in sehr vielen "Videos" die man über Autocross findet, einer einen mehr oder weniger freiwillig reinfährt, und dann z.B die ganze Achse hinüber ist... kann man bestimmt reparieren? Ich gehe immer vom schlimmsten aus bzw.. habe Angst , dass mein Auto beim ersten Rennen von anderen geschrottet wird. XD


    Die feuerfeste Kleidung nach FIA etc. habe ich schon alles bereit liegen... hier wird nicht gespart, das ist wie im Straßenverkehr, wer an Bremsen und Reifen spart.. naja... =)



    Jetzt muss ich erst einmal einen Käfigbauer finden.... schwer schwer. Also wenn ich einem Schlosser oder ähnliches den Auftrag gebe, dass er nach der Anleitung arbeitet, ist dies zugelassen? Diese Passagen mit Lizenzen etc verstehe ich nicht ganz..


    Am Motor war nicht viel anders, offener Luftfilter, Drossel (beim Starlet gibts ein Drossel) entfernt, Kerzen, Kabel, etc... einfach mal eine Wartung. Und vor allem: alle Schrauben und Leitungen und Dichtungen mal geprüft.. ist schon interessant, wenn ein Batteriehalter nicht mehr vorhanden war... kleine Sicherheitssachen eben, nichts wildes.




    Viele Grüße!

  • Moinsen, in der Regel kann es jeder Schlosser, respektive Schweißer machen, wenn er es nach dem Reglement macht. Es ist darauf zu achten, das alle Rohre die zu biegen sind, ordentlich gebogen werden und die Schweißnähte sauber gearbeitet sind. Darum sollte das Reglement immer von a bis z beachtet werden.


    Ich finde Deine Einstellung zur Sicherheit sehr lobenswert, denn an der Sicherheit sollte man nicht sparen!

  • Moin,


    Wie Rainer schon sagte jeder Schweisser sollte im Normalfall einen Käfig nach Angaben (Vorlage / Zeichnung) bauen können.


    Es ist natürlich darauf zu achten das alles komplett durchgeschweisst ist und man ggf. sogenannte Knotenbleche zur Verstärkung und Ankerplatten (meist 100 x 100 mm / 1,5 - 2 cm starke) zum befestigen des Käfigs verwendet.


    ( Immer Rohrstärken und Material beachten !!! Bevorzugt Nahtlos gezogenes Rohr )


    Denk immer daran , der Käfig kann dein Leben retten.


    Lg Ricky 8)

  • Hallo zusammen,


    danke für die aufbauenden Tipps!

    Ich suche mir jetzt einige gute Schlosser / Schweißer und werde ihm mal das Handbuch hinlegen und gemeinsam durchgehen. Dann sehen wir, was die dazu sagen. Sollte ja eigentlich nicht ein Vermögen kosten... weil Eigenbau. Die Frage ist natürlich, ob die es aus Sicherheitsgründen machen würden... aber wenn die sich daran halten, haben Sie ja nichts zu befürchten.


    Mittlerweile habe ich auch meine Feuerfeste Kleidung zusammen. Jetzt noch den Helm und die passende Nackenstütze.... hier gibts ja unendlich Auswahl =D


    Sorry für die späte Antwort übrigens... ich musste noch bisschen mehr als sonst arbeiten... =D


    Viele Grüße!

  • Was den Helm anbelangt, da kannst Du getrost auf einen mit ECE-Norm zurückgreifen, denn da ist es keine Pflicht einen Helm nach DMSB zu nehmen. Natürlich kann man auch einen mit Hans-System nehmen, was ich aber für übertrieben halte, denn das kostet mal richtig! Und bei den Nackenstützen gibt eine Riesenauswahl, wie Du schon richtig bemerkt hast. Ich habe eine von Beltenik und die ist gut. Ich werde mir jetzt noch neue Schuhe und Handschuhe nach FIA-Norm holen und ich habe da schon welche von Sabelt im Auge.


    Nur mal eine Frage, ist Dein Anzug dreilagig? Ich habe den TS 7 Diamond von Sabelt, der ist dreilagig!

  • Hallo und sorry, dass ich wieder einmal so spät antworte. =)


    Aber nach dem technischen Regelwerk 2020 sagt mir, dass Helme mit ECE-Norm nicht gültig sind? Oder täusche ich mich jetzt da?....

    ECE-Norm Helme kenn ich z.B. von Motorrädern... die sind ein wenig preiswerter?


    Die erste Linie ist ganz klar Spaß an der Aktion, keine Profi-Ebene. =))


    Beltenick habe ich auch schon beobachtet, mein Rennoverall ist von Sparco (ich meine Sprint, bin mir jetzt nicht sicher) und... ich weiß auch nicht ob der 3-Lagig ist.. aber nach FIA abgesegnet und feuerfest und bla.




    ...Heute machen wir mal die Schmutzfänger dran... XD

  • Der Diamont T7 ist nach FIA-Norm 8856-2000 abgesegnet und ist aus Aramid! Es gelten auch spezielle Vorschriften für Aufnäher, selbst die müssen aus Aramid sein. Und nicht nur die Aufnäher, auch der Faden, mit dem diese angebracht werden. Dann darf der Aufnäher auch nur auf der ersten Schicht angebracht werden, weil sonst die Feuerfestigkeit nicht mehr gegeben ist. Ergo, der Anzug muss aufgetrennt werden, der Aufnäher angebracht werden und dann muss alles wieder verschlossen werden. Das dürfen auch nur Spezialfirmen machen und kostet mal richtig was!

    Bei uns sind noch Motorradhelme zugelassen, außer Du willst in der DM oder in der ILP mitfahren, da müssen die Sachen Minimum nach DMSB zertifiziert sein.
    Aber selbst da ist z. B. das Hans-System nicht zwingend vorgeschrieben.

  • Wichtig ist, wenn Du nur national fährst, dass der Helm dann eine DMSB Zulassung hat. Mein Sitz z. B. hat auch nur noch einen DMSB-Zulassung und das reicht. Der Vorteil ist, dass alles was FIA zugelassen ist, nach dem Ablauf immer noch 5 Jahre DMSB- Zulassung hat.


    Wir müssen auch Gas geben, denn der Audi soll auch im April startbereit sein:D

  • Ja genau das ist der Plan. =DD


    Wie ich das Auto von A nach B transportiere.... auch über längere Strecken, das wird dann das kleinere Übel (leicht gesagt bei Auto ohne Anhängerkupplung und Hängerschein.... aber vielleicht finde ich ja einen günstigen Autotransporter.... =) )


    Ich sollte vielleicht mal den Titel des Threads hier ändern, da es ja nicht nur um den Käfig mittlerweile geht.... =)